Dachzelte - ein Vergleich der beiden Bauweisen

Dachzelt - was ist denn das?

 Der Ursprung des Dachzeltes?

 Das Dachzelt ist keine neue Erfindung, es erlebt aber momentan einen Hype.  Das erste Dachzelt wurde um 1958 in Italien gefertigt. Im Rausch des damaligen Massentourismus, für den der Luxus im Freien zu übernachten und unabhängig zu sein unumgänglich war, musste eine Alternative zum Bodenzelt geschaffen werden. Das erste Patent für ein Dachzelt wurde von Stefano Stogl eingereicht. Es war die Gründung des Hartschalenzeltes. Ein Jahr später entstand dann das erste Klappdachzelt. Diese außergewöhnlichen Ideen ernteten auf den ersten Messen viel Beifall und wurden später zu einem Synonym für Abenteuer.

Die damaligen Dachzelte sind natürlich nicht mit den heutigen zu vergleichen, auch wenn sich die ursprüngliche Form seit über 60 Jahren erhalten hat.

 

Welche Arten von Dachzelten gibt es?

Dachzelte kann man in zwei große Kategorien einteilen: die Klappdachzelte und die Hartschalenzelte.

 

Das Klappdachzelt

Bei den sogenannten Klappdachzelten gibt es keine großen Formunterschiede.  Sie sind alle vom Aufbau sehr ähnlich und werden immer in der Mitte zusammengeklappt. Durch das Zusammenklappen des Dachzeltes reduziert man das Packmaß auf ein Minimum trotz eines großen Platzangebotes.  Diese Dachzelte bestehen zum größten Teil aus Stoff, einigen Alustreben und dem Boden. Dadurch sind sie relativ leicht und bieten durch das Stoffdach ein angenehmes Klima in warmen Regionen.

 

Das Hartschalenzelt

Das Hartschalenzelt kennzeichnet sich durch seinen schnellen Auf- und Abbau. Es gibt 2 verschiedene Formen: Hartschalenzelt mit Seitenhub und Hartschalenzelt mit Parallelhub. Wie es der Name schon sagt, können die Zelte entweder nur an einer Seite geöffnet werden oder beide Seiten werden parallel geöffnet.

Es handelt es sich also beim Hartschalenzelt um ein Dachzelt mit einer harten Außenschale. Meistens ist diese aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) gefertigt, es werden aber auch andere Materialien wie Aluminium verwendet. Diese gehören aber eher zu den Exoten.

 

Vor- und Nachteile der verschiedenen Arten

Hartschalenzelte sind beliebt bei Campern, die oft ihren Stellplatz wechseln, da der Auf- und Abbau ziemlich schnell funktioniert. Außerdem hat man das Gefühl, man hat ein festes Dach über dem Kopf. Man braucht keinen großen Stellplatz, die Größe des Autos genügt. Durch die mit Stoff bezogene Deckschale sind Hartschalenzelte tendenziell besser isoliert. Auch bei Regen hat das Hartschalenzelt einen Vorteil, da es nass abgebaut werden kann und trotzdem bleibt der Innenraum überwiegend trocken, da die Menge an nassem Stoff geringer ist als bei Klappzelten.

Hartschalenzelte sind häufig teurer als Klappzelte und sind in ihrer Liegefläche begrenzt. Auch hat man dadurch weniger bis gar keinen Platz mehr auf dem Dach, da die komplette Grundfläche auf dem Dach platziert werden muss. Serienmäßig gibt es keinen überdachten Eingang ins Zelt und auch wenig Ablagefläche für Schuhe etc. Hartschalenzelte heizen sich bei direkter Sonneneinstrahlung deutlich schneller auf.

Klappzelte bieten ein weites, breites Raumgefühl, da sie grösser sind als Hartschalenzelte. Dadurch, dass man sein Zelt in der Mitte auseinanderklappen kann, entsteht eine große Liegefläche. Man hat mit einem Klappzelt mehr Platz auf dem Fahrzeugdach und kann noch andere Sachen auf dem Dach befestigen. Verschiedene Dachzelte haben ein integriertes Vorzelt, wodurch man dann ganz trocken in sein Schlafzimmer steigen kann. Auch an heißen Tagen bietet das Klappzelt durch seine Doppelwandigkeit ein luftiges Raumklima. Klappzelte sind meist billiger als Hartschalenzelte.

Ein Auto mit aufgeklapptem Dachzelt braucht deutlich mehr Platz als ein aufgebautes Hartschalenzelt. Der Auf- und Abbau ist meist zeitintensiver und kann bei feuchtem Wetter schnell ungemütlich werden. Bei Klappzelten muss immer eine Leiter dabei sein, da diese zur Stützkonstruktion des Zeltes dazu gehört.

 

Dachzelt, wieso kein Bodenzelt ?

In verschiedenen Ländern machen Dachzelte durchaus Sinn. Weg vom Boden bieten sie Schutz vor Raubtieren, Schlangen, Spinnen oder Insekten.  Neben den Tieren ist man auch vor Bodenfrost geschützt da es keinen direkten Kontakt mehr gibt.

Die Suche des Schlafplatzes erleichtert sich natürlich auch, da man nicht auf Unebenheiten, Baumwurzeln, Steine oder sogar Kuhmist aufpassen muss. Bei heftigem Regen kann auch kein Wasser mehr über die Bodenplane eindringen.

Gegenüber einem Bodenzelt ist das Dachzelt schneller auf-/abgebaut,  alle Schlafutensilien (Matratze, Schlafsack, Kissen,...)  können während des Transportes im Dachzelt bleiben. Dadurch hat man mehr Platz im Auto für Kleider oder Essen.

Ein Nachteil des Dachzeltes ist sicherlich, dass es nach dem Aufbau nicht mehr möglich ist mal eben schnell einkaufen zu gehen oder das Auto mühelos umzuparken.

Ein anderer wichtiger Faktor, der bei bei Offroadreisen eine Rolle spielt, ist sicherlich das Gewicht auf dem Dach. Dachzelte liegen zwischen 45 – 80kg, diese Zuladung wirkt sich natürlich negativ auf die Geländetauglichkeit aus und der Geländewagen droht schneller ins Schwanken zu kommen.

 

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